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Verdiente Mitglieder auf einem Blick

Folgende Mitglieder haben sich für die Lüneburger SV in vielfältiger Weise verdient gemacht. Sie wurden am "Tag des Ehrenamtes" der Hansestadt Lüneburg (seit 1997) ausgezeichnet.

Die Geehrten auf einem Blick:

18. Dezember 2019 Petra Bahlinger
  4. Dezember 2018 Gloria Hyfing
14. Dezember 2017 Manfred Schwenk
  5. Dezember 2016 Frank Perschke
  1. Dezember 2014 Otto Frahm
  3. Dezember 2013 Marlies Gienke
  6. Dezember 2010 Kurt Woltmann (†)
  4. Dezember 2009 Jens Burmester

26 Jahre Nonstop dem Ehrenamt

Petra Bahlinger von Oberbürgermeister Ulrich Mädge ausgezeichnet

Von Jens Burmester

Lüneburg. Sie steht mit beiden Beinen fest im Leben, ihr Beruf als Lohn- und Finanzbuchhalterin im Posener Altenheim in Lüneburg bereitet ihr Freude, doch eines überwiegt: Petra Bahlinger hat sich für 26 Jahre Nonstop dem Ehrenamt selbst ein kleines Denkmal im achtgrößten Stadtverein gesetzt: Als Geschäftsstellen-Leiterin bei der Lüneburger SV.

In seiner Laudatio würdigte Ulrich Mädge, der vor einem Monat auf 28 Jahre Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg zurückblicken konnte, im 22. Jahr des "Tages des Ehrenamtes" (18. Dezember 2019) der Hansestadt Lüneburg den großen Einsatz der heute 48-Jährigen. "Sie ist eine treue, zuverlässige, weitsichtige, hilfsbereite und engagierte Seele im Büro der Geschäftsstelle im Vereinsheim der Lüneburger SV." Während das Stadtoberhaupt die Verdienste von Petra Bahlinger im würdigen Rahmen wertschätzte, war die Geehrte fast zu Tränen gerührt, nahm die Auszeichnung aus den Händen von Ulrich Mädge standhaft und mit einem fröhlichen Lächeln entgegen, genauso wie weitere 56 zu Ehrende aus vielen verschiedenen Vereinen, Verbänden, Organisationen und Institutionen.
Der achte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland Johannes Rau sagte einmal: "Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Solidarität sind nicht käuflich, aber sie sind unbezahlbar und weder durch Gesetz noch durch Verordnung zu erzwingen. Sie müssen praktisch gelebt werden." Und Ulrich Mädge ergänzte: "Sie bringen Zeit, Erfahrung und Herzblut für ihre Sache ein und zeigen damit, was gelebte Solidarität bedeutet. Damit sind sie zusammen mit den vielen weiteren Ehrenamtlichen in unserer Hansestadt Vorbilder und eine Bereicherung unserer Gesellschaft."

Woche für Woche sorgt die gebürtige Bleckederin für einen reibungslosen Ablauf in der Vereinsarbeit. Zu ihren Tätigkeiten gehören das Verwalten der Mitgliederverzeichnisse der heute neun Abteilungen, die Bearbeitung von Beitrittserklärungen und Kündigungen und zusammen mit Schatzmeister Dietmar Herres auch die Zahlungsüberwachung von gottlob wenig säumigen Mitgliedern. Zudem übt Petra Bahlinger noch seit 27. April 2018 das Ehrenamt der Sozialwartin aus und ist seit 23. Mai 2018 Vereins-Datenschutzbeauftragte.

Ein kurzer Blick zurück: Gerade einmal 21 Jahre jung, dynamisch und voller Tatendrang machte sie unter ihrem Mädchennamen Petra Bergmann eine Ausbildung zur Lohn- und Finanzbuchhalterin im Posener Altenheim. Ihre frühere Vorgesetzte Christa Müller hatte unterdessen das Ehrenamt der Kassenwartin bei der Lüneburger SV inne. Der damalige Vereinschef Otto Ernst Schulz und sein Vorstandsmitglied Jens Burmester waren auf der Suche nach einer Geschäftsstellen-Leiterin mit Buchführungskenntnissen.

Im Laufe des Jahres 1992 machte Christa Müller, die bis dahin 12 Jahre das Finanzresort des seinerzeit 650 Mitglieder zählenden Klubs leitete, auf die heute zu Ehrende aufmerksam. "Stelle sie uns bitte einmal vor, vielleicht klappt es ja", tönte Otto Ernst Schulz. Gesagt, getan. Es dauerte nicht lange, Schulz und Burmester waren hellauf begeistert von der sympathischen jungen Frau, die auch nicht lange überlegte und ihr "Jawort" gab. Und so stieg Petra Bahlinger am 1. März 1993 als Geschäftsstellen-Leiterin in den seinerzeit drittgrößten Stadtverein im Kreissportbund Lüneburg ein.

"Wir, der Vorstand sind stolz eine solche Vereinskameradin zu haben und möchten an dieser Stelle sagen: Vielen herzlichen Dank, Petra ! Wir wissen deine Arbeit zu schätzen und würden uns sehr freuen, auch weiterhin mit dir zu arbeiten - auch in schwierigem Fahrwasser", so der Tenor aller Vorstandskollegen.

Wertschätzung im würdigen Rahmen

Von Jens Burmester

Lüneburg. Das Rampenlicht ist nicht ihre Welt, dennoch war Gloria Hyfing von der Lüneburger SV sichtlich gerührt. Zusammen mit weiteren 55 Personen aus Vereinen, Verbänden, Organisationen und Institutionen, die viel Zeit und Energie in ihrer Freizeit investieren und sich unentgeltlich in den Dienst Anderer stellen, wurde die 60-Jährige von Bürgermeister Eduard Kolle am "Tag des Ehrenamtes" (4. Dezember 2018) im festlich geschmückten und historischen Lüneburger Glockenhaus, deren Fundament 1482 auf dem Glockenhof errichtet wurde, mit einer Urkunde ausgezeichnet.

In seiner Laudatio würdigte das Gemeindeoberhaupt die gebürtige Bad Brückenauerin (Bayern), die als hauptberufliche Steuerberaterin und vereidigte Buchprüferin mit Sitz in Adendorf arbeitet, für ihren unermüdlichen Einsatz seit 13 Jahren Zugehörigkeit zum achtgrößten Stadtverein Lüneburgs. Die 60-Jährige arbeitet eng mit LSV-Schatzmeister Dietmar Herres zusammen. Gloria Hyfing sorgt seit dem dafür, dass alle Belege, Konten und Kontoauszüge vorgelegt werden. Ihre Hauptaufgabe ist es, daraus im Sinne der doppelten Buchführung die Bilanz für den Verein zu erstellen unter Berücksichtigung steuerrechtlicher Aspekte. Sie erstellt somit einmal jährlich kostenlos die Buchführung für die LSV.

Zudem war die Geehrte vom 14. März 2008 bis 20. März 2009 zweite Vorsitzende und vom 18. März 2005 bis 9. März 2007 Kassenwartin der Lüneburger SV.

"Wir, der Vorstand sind stolz eine solche verdiente Vereinskameradin zu haben und möchten an dieser Stelle sagen: Vielen herzlichen Dank, Gloria ! Wir wissen deine Arbeit zu schätzen und würden uns sehr freuen, auch weiterhin mit dir zu arbeiten", lautet die Wertschätzung aller Vorstandskollegen der Lüneburger SV.

"Bürgerschaftliches Engagement kennt kein Alter"

Von Jens Burmester

Lüneburg. Um 19.23 Uhr war es soweit. Wir schreiben Donnerstag, 14. Dezember 2017. Am "Tag des Ehrenamtes", der seit nunmehr 20 Jahren von der Hansestadt Lüneburg organisiert und durchgeführt wird, schlug die Stunde für Manfred Schwenk von der Senioren-Freizeit-Abteilung der Lüneburger SV. Bürgermeister Eduard Kolle rief seinen Namen auf, der 74-Jährige ging im festlich geschmückten Lüneburger Glockenhaus Richtung Rednerpult und nahm rechts von Kolle Aufstellung. In einer kleinen Laudatio würdigte das Gemeindeoberhaupt das Wirken von Schwenk.

104 Jahre hat die Lüneburger SV nun schon auf "dem Buckel". Eine stolze Zahl. Viele Mitglieder und Verantwortliche, die maßgeblich am Aufbau des Vereins beteiligt waren, finden sich in der Ahnengalerie wieder. Umso erfreulicher ist, dass es nach den Neugründungen von FSL (Freie Sportvereinigung Lüneburg) 1945 und HSV (Hagener Sportverein) 1949 noch ein Mitglied gibt, dass in den 1950er-Jahren dem HSV beitrat: Eben Manfred Schwenk. Er ist ein Vereinskamerad, der sich nicht gerne in den Vordergrund drängt, sondern im Hintergrund bleibt und wenn nötig von dort agiert. Am 28. April 1943 in Oldershausen (Samtgemeinde Elbmarsch) geboren, fand er schnell den Weg zum Fußball und dem HSV. Manfred Schwenk erlebte als 28-Jähriger die Gründung der Lüneburger SV aus der Fusion FSL und HSV am 17. Juni 1971 mit.

Von nun an ist der sympathische, bescheidene und freundliche Sportkamerad ein LSVer. Ein Jahr zuvor kickte er noch in der ersten Fußball-Herrenmannschaft des Hagener SV unter dem damaligen Trainer Hans-Burkhard Stolle und spielte zudem 1984 im Altherren-Team der LSV.

Als 1983 die Senioren-Freizeit-Abteilung von dem früheren Vereinsvorsitzenden Fritz Siebers ins Leben gerufen wurde, nahm Manfred Schwenk Kontakt zu dieser Sparte auf. Ein Zeitsprung: Am 12. Dezember 2007 als Fritz Siebers zusammen mit Margret und Gustav Bleich zurücktrat, legte die Vereinsführung die Verantwortung für die Senioren-Freizeit-Sparte in jüngere Hände: Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk. Bis heute ist der 74-Jährige eine tragende Säule dieser Abteilung. Stets hilfsbereit, voller Tatendrang und mit viel Engagement wirkt er seit dieser Zeit in der "Oldie-Familie", ebenso seine Frau Monika. Manfred Schwenk ist auch ein großer Gönner dieses Vereins.

Und die Lüneburger SV kann stolz sein, ein solch verdientes Mitglied zu haben. Der Vorstand als auch die Senioren-Freizeit-Abteilung sagen: Danke, Manfred ! Weiter so, und bleib uns noch lange erhalten.

Vor Beginn des Ehrungsreigens begrüßte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge alle 58 Bürgerinnen und Bürger, stellvertretend für rund 78.000 Einwohner Lüneburgs, die sich ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinschaft stellen. "Bürgerschaftliches Engagement kennt kein Alter", betonte Mädge und lobte das uneigennützige Wirken aller zu Ehrenden. Gleichzeitig machte Ulrich Mädge deutlich, dass nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung jeder zweite Bundesbürger ehrenamtlich aktiv ist. Und der achte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland Johannes Rau stellte zu Lebzeiten fest: "Eine Gesellschaft lebt von Treue und gegenseitigen Verpflichtungen, von Solidarität, von Engagement und Hingabe. Das taucht in keiner Effizienzrechnung auf, aber davon geht der Wärmestrom aus, von dem wir leben."

Ein verdientes Vereinsmitglied

Von Jens Burmester

Lüneburg. "Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen". Dieses Zitat des römischen Redners und Schriftstellers Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.) nahm Lüneburgs dienstältester Oberbürgermeister Ulrich Mädge zum Anlass, am "Tag des Ehrenamtes" (5. Dezember 2016) 64 Bürger stellvertretend für tausend Lüneburger Ehrenamtliche für ihr Engagement zu danken. Der Rathaus-Chef brachte es im festlich geschmückten Glockenhaus auf den Punkt: "Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft". Die Geehrten verschenken ihre freie Zeit, in dem sie sich kostenlos einbringen. Nicht zu vergessen, dass sie durch das bürgerschaftliche Engagement auch Veränderungen zum Positiven bewirken.

Einer von ihnen ist das langjährige LSV-Vereinsmitglied Frank Perschke, der jetzt von Stadtoberhaupt Ulrich Mädge mit einer Urkunde für seinen nimmersatten Einsatz in dem derzeit drittgrößten Stadtverein ausgezeichnet wurde.

In der heutigen Zeit sind Gönner in Vereinen rar geworden. Und so muß man schon Ausschau halten, welches Mitglied sich im Klub noch engagiert. Denn das Ehrenamt verwaist zunehmend, weil Beruf, Privates und die Vereinsmitgliedschaft oftmals nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Die Folge: Rückläufige Mitgliederzahlen.

Umso erfreulicher, wenn es dann noch einige wenige Aktive gibt, die das Ehrenamt mit Freude ausüben. So auch der 51-jährige Frank Perschke. In der hiesigen Fußballszene - auch wenn er nicht mehr aktiv spielt - ein bekanntes Gesicht. Seit 1979 gehört er der Lüneburger SV an. Das runde Leder faszinierte ihn schon immer, und so begann er in der C-Jugend und kickte später dann bei den B- und A-Junioren.

Vom 4. November 2012 bis 29. Januar 2015 war er als Abteilungsleiter und Fußballobmann in der LSV tätig und wirkte auch in der Vorstandsarbeit mit. Als 2. Vorsitzender führte er den Verein vom 17. März 2006 bis 14. März 2008, vom 24. April 2009 bis 12. März 2010 zunächst kommissarisch und dann vom 12. März 2010 bis 20. April 2012 offiziell. In diesen Zeiten brachte er unter anderem nach der gescheiterten "Ehe" zwischen der LSV und dem Lüneburger SK die Fußballabteilung wieder in die richtige Spur. Seine Bandenwerbung neben dem A-Platz symbolisiert auch sein Engagement im Verein. Finanziell stattete er die Mannschaft mit Trikots aus.



Ein besonderes Highlight als ehrenamtliches Vereinsmitglied war der 29. Juni 2013. Anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums sorgte Frank Perschke als einer der Geschäftsführer von pmk-Pflegedienst in Lüneburg und Sponsor zusammen mit Martin Junk als Trainer der 1. Fußballherren für einen sportlichen Leckerbissen. Das Duo schaffte es, dass der damalige Drittligist VfL Osnabrück seine Visitenkarte bei der LSV abgab. Der lila-weiße Kultklub aus Niedersachsens viertgrößter Stadt verpasste 2013 nur knapp den Aufstieg in die zweite Liga. Dieser Tag blieb für Frank Perschke noch lange in Erinnerung. Das Ergebnis war nebensächlich. Mit den Profis auf Tuchfühlung zu gehen, hatte eine besondere Note.

Doch dann wechselte er den rund 500 Gramm schweren Fußball gegen einen etwa zwei Gramm leichten Zelluloidball. Frank Perschke trat am 2. August 2009 der Tischtennis-Abteilung bei. Das Tischtennisspielen erlernte der gebürtige Lüneburger beim MTV Treubund Lüneburg. Nachdem er sich aus der Fußballsparte allmählich zurückzog, fasste Frank Perschke den Entschluss, endgültig sich nur der Tischtennis-Sparte zu widmen. Heute spielt er in der 1. Herrenmannschaft (2. Bezirksklasse Lüneburg). Und da der Umgang mit dem kleinen weißen Ball sehr viel Spaß bereitet, wird er alle fünf Mannschaften als pmk-Geschäftsführer mit neuen Trikots und Trainingsanzügen ausstatten. Ein großzügiger Gönner, der seines Gleichen sucht.

Die Lüneburger SV kann stolz sein, ein solch verdientes Mitglied in ihren Reihen zu haben. Der Vorstand sagt: Danke, Frank !