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 (Quelle: Landeszeitung - Ausgabe vom 7. Dezember 2019)

Fußball-Legenden auf einen Streich

Von Jens Burmester

Thomasburg / Lüneburg. Fünf auf einen Streich, dazu noch dem runden Leder seit Jahrzehnten verbunden und heute immer gern gesehene Kultfiguren auf hiesigen Fußballplätzen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg: Dieter Harneit, Jürgen Karges, Manfred Schestak, Manfred Schwenk und Otto Frahm. Dieses Quintett verbindet nur eines: Der Fußball. Auch wenn sie nicht mehr aktiv im Spielgeschehen mitmischen, genießen sie, wann immer es ihnen ihre Zeit erlaubt, den heutigen Fußball live zu inspizieren.

Und dieses Bild hat wahrlich Seltenheitswert. Beim Auswärtsspiel der 1. Fußball-Herrenmannschaft der Lüneburger SV beim Thomasburger SV (3. November 2019) war es dann soweit: Ohne Absprache gaben die Fünf ein Stelldichein am Spielfeldrand und verfolgten akribisch die unterhaltsame Partie der beiden Teams in der 1. Kreisklasse.

Im Einzelnen:

  • 1997 übergab der damals 58-jährige Jürgen Karges nach 25 erfolgreichen Jahren als Trainer (u. a. LSK II, TuS Neetze, TSV Auetal) das Kommando an Kurt-Werner-Körtge. Zuletzt war Jürgen Karges fünf Jahre bei der LSV tätig und führte das Team aus der Bezirksklasse bis in die Landesliga.
  • Dieter Harneit (TuS Neetze) nahm die Auszeichnung "Schiedsrichter des Jahres 2012" entgegen und agierte lange als Unparteiischer auf Bezirksebene. Er war maßgeblich am Aufstieg des TuS Neetze in die Bezirksklasse vor 55 Jahren beteiligt und pfiff mehr als 50 Jahre. Heute ist er noch als Schiedsrichter-Beobachter aktiv. Mitte bis Ende der 1970er-Jahre spielte er sogar Tischtennis.
  • LSV-Ehrenvorsitzender Manfred Schestak gehört seit 1954 dem derzeit achtgrößten Stadtverein an und ist seit dieser Zeit mit Leib und Seele dem Fußball verbunden. Jugendtrainer war er von 1960 bis 1963, acht Jahre Fußballobmann (1965 bis 1972), viele Jahre aktiver Spieler, Jugendleiter, Sponsor und von 1999 bis 2009 Vorsitzender der Lüneburger SV.
  • Manfred Schwenk trat in den 1950er-Jahren dem Hagener Sportverein (HSV) bei, der 1949 gegründet wurde. Die Fußball-Karriere war somit geebnet. Als 28-Jähriger erlebte er die Gründung der Lüneburger SV aus der Fusion Freie Sportvereinigung Lüneburg (FSL) und HSV 1971 mit. Manfred Schwenk kickte in der ersten Fußball-Herrenmannschaft des Hagener SV unter dem damaligen Trainer Hans-Burkhard Stolle und spielte sogar 1984 im Altherren-Team der LSV. Heute gehört Manfred Schwenk zum Organisations-Team der Senioren-Freizeit-Abteilung der Lüneburger SV, die am 12. Dezember 2007 nach dem Rückzug von LSV-Urgestein Fritz Siebers in jüngere Hände gelegt wurde.
  • Otto Frahm mit seinen heutigen 92 Jahren war der erste Kassenwart (1971 bis 1976) seit Gründung der LSV aus der Fusion FSL und HSV. Etwa Ende der 1950er-Jahre war er viele Jahre für die Finanzen bei der FSL zuständig. Bereits im Januar 1962 wurde der damalige Handelsvertreter Otto Frahm auf der Jahreshauptversammlung (FSL) zum 2. Vorsitzenden gewählt. Er bekam 1963 die FSL-Nadel in Silber und war mit dem 1964 zum 1. Vorsitzenden gewählten Herbert Thiering (FSL) befreundet. Da Otto Frahm nie aktiv spielte, ist er bis heute dem Fußball stets verbunden und ein großer Gönner dieser Ballsportart.

Einen Platz in der Hall of Fame

Markus Maier als Vereinsheld vom Kreissportbund Lüneburg geehrt

Von Jens Burmester

Lüneburg. Versteckte Helfer wie Platzwarte, Übungsleiter oder Trikotwäscher, die für ihren Verein unerlässliche Stützen sind und in der öffentlichen Wahrnehmung kaum Beachtung finden, sollen in dem Projekt "Ehrenamt überrascht" des Landessportbundes Niedersachsen wertgeschätzt werden. Einer von ihnen ist Markus Maier von der Lüneburger SV. In seinen Funktionen als Fußballobmann, Fußballjugendobmann seit vier Jahren und Platzwart wurde der 38-Jährige jetzt für seinen freiwilligen und vorbildlichen Einsatz vom Kreissportbund Lüneburg (KSB) mit dem Titel "Du bist ein Vereinsheld" geehrt (27. Oktober 2019).

KSB-Sportreferentin Anke Frommann würdigte im Beisein von LSV-Vorstandsmitglied Jens Burmester, Trainerkollege und LSV-Beisitzer Jens Dömeland und dem zweiten Fußball-Herrenteam den Eifer von Markus "Maggi" Maier mit einer Urkunde: "Vielen Dank für dein Engagement. Du hast dir einen Platz in unserer Hall of Fame verdient", betonte die Vertreterin der Dachorganisation von etwa 160 Sportvereinen mit ca. 46.000 Mitgliedern. Aus ihren Händen bekam der Geehrte außerdem eine Jute-Tasche, deren Inhalt unter anderem mit einem kleinen Iso-Beutel, Müsliriegel, Trillerpfeife oder Handtuch bestückt war.

Der fast zu Tränen gerührte Sportkamerad war sichtlich sprachlos, hatte doch seine Freundin Hanna Fischer die prima Idee, ihrem Liebsten mit dieser Auszeichnung durch die jetzt in die zweite Runde startende Kampagne in ganz Niedersachsen eine Freude zu bereiten. Und das ist ihr in der Tat gelungen - "Maggi" Maier der sonst nicht auf den Mund gefallen ist, fand kaum Worte: "Vielen Dank." Gleichzeitig wurde er für eine Überraschungsaktion nominiert. Als Dankeschön werden 20mal zwei Karten für den "Ball des Sports in Niedersachsen" am 14. Februar 2020 in Hannover verlost. Vielleicht ist Vereinsheld Markus Maier dann live dabei.

Grünes Licht für Laufbahn

Von Jens Burmester

Lüneburg. Einer Erweiterung der Laufbahn mit vier Bahnen auf 400 Meter steht nichts mehr im Wege. Einstimmig votierten die 12 anwesenden Mitglieder des Sportausschusses im Rat der Hansestadt Lüneburg auf ihrer jüngsten Sitzung das Projekt "Sanierung und Erweiterung der Laufbahn Sportanlage Kaltenmoor" auf dem Vereinsgelände der Lüneburger SV umzusetzen (6. Juni 2019). Die drei angrenzenden Schulen (IGS Kaltenmoor, Anne-Frank-Schule und Johanneum [Theodor-Heuß-Straße] | rund 3.000 Schüler) befürworteten seinerzeit eine genormte Laufbahn, nachdem der Verein im Oktober 2018 eine Anfrage wegen der Renovierung der Tartanbahn an die Stadtverwaltung stellte. Philipp Meyn (SPD) betonte, mit vier Bahnen sei eine ganz andere Auslastungsmöglichkeit gegeben. Lediglich Michèl Pauly (Die Linke) favorisierte eine Lösung mit drei umlaufenden Bahnen. Doch diese Vorstellung fand bei den verbleibenden Fraktionen kein Gehör.

Gleichzeitig wird die Grundinstandsetzung des Naturasens auf dem A-Platz inklusive der Herstellung einer Beregnungsanlage vorgenommen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf derzeit rund 700.000 Euro. Der vorgesehene Finanzierungsplan läuft über das Landesförderprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten". Die Hansestadt Lüneburg trägt mit 60 Prozent (423.600,00 €) den Löwenanteil, die verbleibenden 40 Prozent (282.400,00 €) sind Zuschüsse. Im Investitionshaushalt 2019 der Hansestadt sind für die Sanierung der Laufbahn 200.000,00 € bei gleichzeitiger Gegenfinanzierung durch die Kreisschulbaukasse in Höhe von rund 100.000,00 € vorgesehen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge skizzierte den Lokalparlamentariern den aktuellen Sachstand. "Vor eineinhalb Jahren haben wir gesagt, dass die Laufbahn erneuert werden soll", so das dienstälteste Stadtoberhaupt Lüneburgs. Mit der Sanierung soll aller Voraussicht nach 2020 begonnen werden.
Martin Thulke, zuständig für den Sportfachbereich an der IGS Kaltenmoor, machte den Ausschussmitgliedern deutlich, dass kürzlich unter katastrophalen Zuständen auf dem Areal das Sportabitur durchgepeitscht wurde. "Der Platz ist derzeit nicht nutzbar. Nur gut, dass sich das in absehbarer Zeit ändert." Auch Dörte Jahr von der Landesschulbehörde appellierte an das Gremium, sich für die vier umlaufenden Bahnen zu entscheiden. "Alles andere wäre nicht vertretbar" und ergänzte: "Es gibt einen Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums, dass für Schulveranstaltungen gewisse Vorgaben zu erfüllen seien."

Mit einer genormten Bahn wie beispielsweise beim MTV Treubund Lüneburg profitiert nicht nur der Schulsport (Bundesjugendspiele, Sportabitur), letztendlich wird die vor zehn Jahren ins Leben gerufene Laufabteilung der Lüneburger SV ein besseres Angebot im Breiten- und Leistungssport anbieten können.

Zwei Vereine unter einem Dach

Lüneburger SV und FC Dynamo Lüneburg kooperieren ab 1. Juli 2019

Von Jens Burmester

Lüneburg. Nach der gescheiterten "Ehe" zwischen der Lüneburger SV und dem LSK / Hansa vor nunmehr neun Jahren, nimmt der 467 Mitglieder starke Klub an der Schützenstraße in Lüneburg einen neuen Anlauf. Mit dem aus rund 70 Mitgliedern bestehenden FC Dynamo Lüneburg wurde jetzt ein Vertrag für die Nutzung der Sportanlagen der LSV durch die beiden Vorsitzenden Ralf Pagels (LSV) und Jens Niemann (FC Dynamo Lüneburg) ab 1. Juli 2019 unterzeichnet.

Der 2009 gegründete Verein FC Dynamo Lüneburg ist seit acht Jahren Gast beim VfL Lüneburg. "Wir sind dem VfL dankbar, dass wir über so einen langen Zeitraum das Gelände und die Räumlichkeiten nutzen konnten. Das war für die Entwicklung unseres Vereins wichtig, denn so konnten wir Kontinuität bei uns etablieren. Die Zusammenarbeit mit den VfL-Verantwortlichen klappte immer gut, und wir haben uns da wohlgefühlt", betont Dynamo-Chef Jens Niemann.

Das Gelände an den Sülzwiesen wurde aber durch die vielen VfL-Mannschaften und auch zuletzt durch den LSK übermäßig strapaziert, so dass die Rasenflächen arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Es fand sich immer ein gemeinsamer Weg, aber es erforderte einige Koordination, um dies für alle immer positiv zu gestalten. Mit Unterstützung der Hansestadt Lüneburg wurden dann Gespräche zwischen der Lüneburger SV und dem FC Dynamo Lüneburg aufgenommen. Hilfreich war zudem, dass die Vereinsvorsitzenden beider Klubs freundschaftlich verbunden sind.

Nach vielen intensiven Gesprächen fanden beide Vereine eine zukunftsweisende Lösung. Die Fußballsparte der LSV wird sichtlich von seinem neuen Gastverein profitieren. Anfang Mai wird der FC Dynamo Lüneburg dann sein zehnjähriges Bestehen im Vereinsheim der Lüneburger SV feiern. "Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und freuen uns auf gemeinsame sportliche Erfolge", macht Dynamo-Vorsitzender Jens Niemann deutlich. Und sein Kollege Ralf Pagels ergänzt: "Wir freuen uns auf die angenehme Zusammenarbeit. In den letzten Jahren ist aus der eher sportlichen Rivalität ein freundschaftliches Verhältnis gewachsen, das wir jetzt fortsetzen und vertiefen möchten."

Ein erstes gemeinsames Projekt könnte der Aufbau eines Altherren-Teams ab der übernächsten Saison sein, denn beide Vereine haben inzwischen geeignete Kandidaten für den Aufbau dieser Altersgruppe. Zudem können eventuell auch andere Abteilungen der Lüneburger SV aus dieser Kooperation Kapital schlagen. "Wir erwarten durch die Veränderung der Platzsituation einen positiven Schub, möchten das Vereinsleben insgesamt beleben und aktiv mitwirken und mitgestalten. Das haben wir uns gemeinsam auf die Fahnen geschrieben, und dann schauen wir mal, was da machbar ist", so Jens Niemann.