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Kaffee, Bingo, Knobeln und Skat

49 Senioren beim ersten Event 2015 hellauf begeistert

jb Lüneburg. 14 Tage war das neue Jahr alt, da begannen die Mitglieder der Senioren-Freizeit mit ihrem abwechslungsreichen Programm. Zum Auftakt wie gewohnt der Kaffeeklatsch und Bingo, ergänzt durch Knobeln und Skat (14. Januar 2015). 49 "Oldies" freuten sich auf diesen Tag, und alle machten prima mit. Nachdem der Vereinswirt Jürgen Obrecht seine Klubgäste mit belegten Brötchen, Butterkuchen und Kaffee verwöhnte, wurde der Versammlungsraum kurz darauf zum "Spielecenter".

Während Glücksfee Bärbel Banse einige Senioren mit Bingo bei Laune hielt, dreschten Otto Schenck, Peter Schlüter, Fritz Juschkus und Gustav Bleich einen zünftigen Skat. Und last but not least fielen am anderern Tisch reihenweise beim Knobeln die Würfel.

Und schon steht die nächste Veranstaltung auf dem Kalender: Die Jecken sind los, und zwar am 11. Februar beim traditionellen Karneval. Bis dahin, viel Vergnügen !

 

Ein Dankeschön an Monika Schwenk

Zwei Busfahrer auf der Weihnachtsfeier - Tombola war der Renner

jb Lüneburg. Seit 2008 würdigt die Senioren-Freizeit-Sparte verdiente Mitglieder, die sich besonders für die Abteilung engagieren. So waren es unter anderem Heino Hartkopf, Hans Schmalenberger oder Adolf Weimer. In die Liste der "Preisträger" reiht sich 2014 Monika Schwenk ein, die Ehefrau von Manfred Schwenk, der zum Organisations-Team der Abteilung gehört. "Monika ist unter anderem zuständig für die Tischkärtchen mit Namen, so dass jeder weiß, wo sein Platz ist", lobt Orga-Mitglied Fritz Juschkus. Aber auch an der Zusammenstellung der Tombola und vielen anderen Aufgaben ist das langjährige Mitglied beteiligt. Nun erhielt sie auf der traditionellen Weihnachtsfeier (3. Dezember 2014) von Marlies Gienke und Fritz Juschkus einen bunten Präsentkorb als Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz.

Im adventlich gedeckten und geschmückten Versammlungsraum fühlten sich die 55 "Oldies" wie immer pudelwohl. Nachdem ausgiebig die leckeren belegten Brötchen und der Butterkuchen verspeist wurden, kam so richtig anheimelnde Stimmung auf. Bekannte Weihnachtslieder wie "Süßer die Glocken nie klingen" oder der Klassiker "Stille Nacht, heilige Nacht" klangen durch den Raum. Alle stimmten sich auf das besinnliche Fest ein.

Wie immer war die Tombola, liebevoll von Manfred und Monika Schwenk auf die Beine gestellt, der Renner. Alle zogen ihr Los und keiner ging leer aus. Und das Schöne: Die Senioren waren erfreut über ihr Präsent.

Besonders stolz war das Orga-Team um Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk über die Teilnahme von Klaus und Annegret Witte. Er ist seit Jahren ein versierter Busfahrer und tourt die "Oldies" bei den Tagesfahrten quer durch Deutschland, seine Frau sorgt dafür, dass im Bus alle gut mit Getränken versorgt sind. Auch der ehemalige, langjährige Busfahrer Hans-Günter Rüter nahm an der Feier teil.

 

Wintergemüse am grauen Novembertag

Grünkohl-Essen mit 59 "Oldies" ein Klassiker im Veranstaltungskalender

jb Lüneburg. 59 Teller gefüllt mit deftigem Grünkohl, Kartoffeln, Bregenwurst und Kasseler standen auf den Tischen im Versammlungsraum. Und 59 "Oldies" ließen sich das typische Wintergemüse munden, wie immer. Denn das traditionelle Grünkohl-Essen (5. November 2014) ist seit mehr als 20 Jahren ein Klassiker im Programm der rührigen Senioren-Freizeit-Abteilung. Schließlich wird Bewährtes nicht so einfach gestrichen. An diesem "grauen Novembertag" waren alle heilfroh, im gemütlichen und warmen Vereinsheim zu sitzen und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk zeigten sich wie immer frohgestimmt, dass so viele Klubkameraden an Bord waren.

Juschkus machte sogleich auch auf die letzte Veranstaltung in 2014 aufmerksam, die besinnliche Weihnachtsfeier am Mittwoch, 3. Dezember. Und auf die Fünf-Tages-Fahrt angesprochen, war in 2013 Ziegenrück (Thüringen) ein tolles Ferienglück. Viele Senioren könnten sich ein zweites Mal Thüringen vorstellen. Gesagt, getan. Fritz Juschkus rief in dem besagten Hotel an und legte sogleich mit dem Hotelchef den Termin für 2016 fest, und zwar vom 23. bis 27. Mai. Die anwesenden "Oldies" strahlten und hätten am liebsten gleich gebucht.

 

Lieder aus der Küche und Moritate

Lüneburger Küchenfeen zu Gast beim Kaffeekränzchen der Senioren

jb Lüneburg. Weiße Häubchen, weiße Schürzen, dazu ein geflochtener Korb mit bunten Blumen, ein Akkordeon und ein bunter Melodienstrauß war das Highlight der Lüneburger Küchenfeen, die erstmals beim Kaffeekränzchen der Senioren-Freizeit (8. Oktober 2014) ihr Debüt gaben. Die acht Damen der Laienspiel-Gesangsgruppe unter der musikalischen Leitung von Brigitte Schulze sangen und spielten Lieder aus der Küche und Moritate vom 17. bis 19. Jahrhundert, die eine Schuld-Sühne-Thematik beinhalteten. Aber auch Gassenhauer standen auf dem Programm, so dass die 50 fidelen "Oldies" kräftig in Stimmung kamen und eifrig mitsangen. Seit 31 Jahren gibt es die Küchenfeen, die derzeit aus 14 Mitgliedern bestehen, ein Oktett fand sich im Versammlungsraum ein und bekam reichlich Applaus.

Das Organisations-Team mit Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk hatte aber noch mehr im Gepäck: Ein Videofilm von der diesjährigen Fünf-Tagesfahrt nach Ziegenrück in Thüringen und der letzten Tagesfahrt gen Glückstadt, den Flyer 2015 mit interessanten Veranstaltungen, die Anmeldungen zur Fünf-Tagesfahrt 2015 ins Sauerland und für das traditionelle Grünkohl-Essen am 5. November. Kulinarisch wurde die Senioren-Truppe wie gewohnt mit belegten Brötchen, Kaffee und frischem Butterkuchen verwöhnt.

 

Medem-Idylle und das unheimliche Moor

49 "Oldies" vergnügen sich zwischen Otterndorf und Ihlienworth

Von Jens Burmester

Am 13. August 1961 ließ die damalige DDR-Führung die Berliner Mauer zementieren. An diesem 13. August, allerdings 53 Jahre später, starteten 49 "Oldies" der Senioren-Freizeit-Abteilung zu ihrer vorletzten Tagesfahrt 2014. Von diesem dunklen Kapitel deutsch-deutscher Geschichte ließen sich die Senioren nicht entmutigen, vielmehr freuten sie sich auf den 13. August 2014, einem warmen Tag, bei angenehmen Temperaturen um 22 Grad Celsius. Das Ziel: Otterndorf, eine rund 7.000 Einwohner zählende Kleinstadt, etwa 17 Kilometer vor Niedersachsens nördlichster Stadt Cuxhaven gelegen mit anschließender Schifffahrt.

Die Chronologie dieser Reise:

Wie immer meint es Petrus mit den Senioren gut. Egal welche Fahrt, das Wetter stimmt. Und so soll´s auch sein. Mit dem Betzendorfer Busunternehmen Jens Heuer geht es um 7.33 Uhr los. Was bis dahin keiner auf der Uhr hat: Diese Fahrt dauert rund 14 Stunden, das ist auch die Ausnahme wie Fritz Juschkus vom Organisations-Team verkündet. Dafür werden die "Oldies" mit einem erlebnisreichen Ausflug und Grand-Wetter entschädigt. Kein Murren in den Busreihen, im Gegenteil: Applaus für Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk, dass sie wieder einmal einen Tagestrip auf die Beine gestellt haben, der sich wahrlich sehen lassen kann. Klaus Witte, ein erfahrener, geschätzter und umsichtiger Busfahrer, der jetzt etwa zwei Jahre für die Senioren-Freizeit-Abteilung den Reisebus sicher durch die Lande steuert, begrüßt die Gäste an Bord. Mit dabei seine Frau Annegret, die für den Bordservice zuständig ist und beim Zwischenstopp in Neukloster-Hedendorf die Touristen mit frischem Kaffee und anderen Getränken versorgt. Nach dem "Auftanken" fahren wir weiter auf der B 73, schwenken kurz auf die A 26 bis Stade-Süd und folgen wiederum den Hinweistafeln auf der B 73. Um 10.25 Uhr erreichen wir das erste Ziel: Das Nordseebad Otterndorf.

Dort beginnt die gut zweieinviertel Stunde dauernde Schifffstour nach Ihlienworth. Um 10.35 Uhr heißt es: "Leinen los". Über die Medem, einem 16 Kilometer langen Fluss, der bei Otterndorf in die Elbe mündet, fährt das 18 Meter lange und rund fünf Meter breite Passagierschiff MS "Onkel Heinz" durch 70 Flusswindungen. Sicher steuert Kapitän Jörg Hagenah das 27 Jahre alte Wasserfahrzeug durch die malerische und idyllische Medem-Landschaft. Dabei begleiten uns einige Kraniche, die am Ufer Ausschau nach Beute halten. Entweder unter oder auf dem Schiffsdeck lassen die LSVer ihre Seele bei Flüssigem baumeln und genießen das Ambiente. Gegen 12.45 Uhr dann "Land in Sicht". Am Ihlienworther Schöpfwerk, das 1928 / 29 erbaut wurde und rund 20.000 Liter Wasser pro Sekunde befördert, legen wir nur wenige Meter davon entfernt an. Dort endet die romantische Medemfahrt. Ihlienworth ist erreicht, ein 1.300 Einwohner zählender Ferienort zwischen Otterndorf und Bad Bederkesa macht auf sich aufmerksam: 875 Jahre Gemeindejubiläum. Die Dorfbewohner haben ihre Häuser und Grundstücke für das große Fest herausgeputzt.

Ungläubig schauen wir uns an, als es heißt: Wir fahren mit der Straßenbahn. Ein Scherz ? Der "Fliegende Sietländer", eine Oldtimer-Straßenbahn, gezogen von einem Traktor, die vor mehr als 40 Jahren in Bremerhaven unterwegs war, bringt die "Oldies" zu "Rüschs Sommergarten", einem Restaurant, wo der Chef Peter-Wilhelm Rüsch noch selber kocht. Und das ist ihm mit Bravour gelungen. Eine leckere Filetpfanne mit Erbsen, Möhrchen, Bratkartoffeln und Pilzen und als Nachtisch Vanillepudding mit Himbeeren wird uns serviert. Und allen hat es gemundet.

Gut gestärkt fahren wir dann um 14.30 Uhr in die Nähe des rund zehn Kilometer entfernten Dorfes Wanna im Niederelbegebiet. Dort liegt zwischen Cuxhaven und Bremerhaven das 4.000 Hektar große Ahlenmoor. Es ist das größte Hochmoor im Landkreis Cuxhaven und zählt zu den größten Mooren Niedersachsens. Mit der 2005 in Betrieb genommenen Moorbahn gehen wir auf die 5,7 Kilometer lange Strecke bei sechs Kilometer pro Stunde und fahren vier Haltepunkte an. Unter fachkundiger Führung durch Karl-Heinz Schacht, der nicht nur die kleine Diesellok der Moorbahn steuert, erfahren wir Wissenswertes um den Lebensraum Hochmoor. Dabei hat Schacht auch einige kleine Döntjes auf Lager, insbesondere diesen: "Siehst du eine Hand dort winken, dann laß sie einfach sinken". Der versierte Moorführer erklärt auch eindrucksvoll die Entstehung eines Moores und macht deutlich: "Was das Moor einmal nimmt, gibt es schlecht wieder her." Ein kleiner Blick in die Historie des Ahlenmoores: Durch Besiedelung, Torfabbau und Trockenlegung wurde das Moor im 20. Jahrhundert stark in Mitleidenschaft gezogen. Heute befinden sich im Ahlenmoor noch naturnahe Hochmoorreste, Tiere wie die Schlingnatter oder die giftige bis zu 90 Zentimeter lange Kreuzotter, die unvermittelt live während der Moorfahrt kurz zu sehen war, Kraniche, Birkhühner oder der Moorfrosch haben hier ihr Zuhause. Zu ihnen gesellen sich in der Pflanzenwelt Heidekraut, Pfeifen- und Wollgras, Seggen, Binsen, Blaubeere oder die Moorbirke.

Nach dieser wunderschönen Fahrt durch das unheimliche Moor nehmen wir gegen 17.30 Uhr Abschied von Ihlienworth, Ahlenmoor und dem Landkreis Cuxhaven. Es geht nach Hause, doch nicht in einem Rutsch. Wie gewohnt und traditionell darf eines nicht fehlen: Die Siebersche Sause steht an, diesmal auf dem Rastplatz "Goldbach-Süd" an der A 27 bei Langwedel. Noch einmal werden alkohol- und alkohlfreie Getränke ausgegeben und als kleinen Imbiß belegte Brötchen gereicht.

Endlich ist es geschafft: Um 21.25 Uhr erreicht unser Bus das Vereinsheim der Lüneburger SV. Ein erlebnisreicher Tag findet ein schönes Ende, die "Oldies" sind ein wenig ausgepowert, doch die Erinnerung überwiegt. Allen hat es prima gefallen.