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Wintergemüse am grauen Novembertag

Grünkohl-Essen mit 59 "Oldies" ein Klassiker im Veranstaltungskalender

jb Lüneburg. 59 Teller gefüllt mit deftigem Grünkohl, Kartoffeln, Bregenwurst und Kasseler standen auf den Tischen im Versammlungsraum. Und 59 "Oldies" ließen sich das typische Wintergemüse munden, wie immer. Denn das traditionelle Grünkohl-Essen (5. November 2014) ist seit mehr als 20 Jahren ein Klassiker im Programm der rührigen Senioren-Freizeit-Abteilung. Schließlich wird Bewährtes nicht so einfach gestrichen. An diesem "grauen Novembertag" waren alle heilfroh, im gemütlichen und warmen Vereinsheim zu sitzen und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk zeigten sich wie immer frohgestimmt, dass so viele Klubkameraden an Bord waren.

Juschkus machte sogleich auch auf die letzte Veranstaltung in 2014 aufmerksam, die besinnliche Weihnachtsfeier am Mittwoch, 3. Dezember. Und auf die Fünf-Tages-Fahrt angesprochen, war in 2013 Ziegenrück (Thüringen) ein tolles Ferienglück. Viele Senioren könnten sich ein zweites Mal Thüringen vorstellen. Gesagt, getan. Fritz Juschkus rief in dem besagten Hotel an und legte sogleich mit dem Hotelchef den Termin für 2016 fest, und zwar vom 23. bis 27. Mai. Die anwesenden "Oldies" strahlten und hätten am liebsten gleich gebucht.

 

Lieder aus der Küche und Moritate

Lüneburger Küchenfeen zu Gast beim Kaffeekränzchen der Senioren

jb Lüneburg. Weiße Häubchen, weiße Schürzen, dazu ein geflochtener Korb mit bunten Blumen, ein Akkordeon und ein bunter Melodienstrauß war das Highlight der Lüneburger Küchenfeen, die erstmals beim Kaffeekränzchen der Senioren-Freizeit (8. Oktober 2014) ihr Debüt gaben. Die acht Damen der Laienspiel-Gesangsgruppe unter der musikalischen Leitung von Brigitte Schulze sangen und spielten Lieder aus der Küche und Moritate vom 17. bis 19. Jahrhundert, die eine Schuld-Sühne-Thematik beinhalteten. Aber auch Gassenhauer standen auf dem Programm, so dass die 50 fidelen "Oldies" kräftig in Stimmung kamen und eifrig mitsangen. Seit 31 Jahren gibt es die Küchenfeen, die derzeit aus 14 Mitgliedern bestehen, ein Oktett fand sich im Versammlungsraum ein und bekam reichlich Applaus.

Das Organisations-Team mit Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk hatte aber noch mehr im Gepäck: Ein Videofilm von der diesjährigen Fünf-Tagesfahrt nach Ziegenrück in Thüringen und der letzten Tagesfahrt gen Glückstadt, den Flyer 2015 mit interessanten Veranstaltungen, die Anmeldungen zur Fünf-Tagesfahrt 2015 ins Sauerland und für das traditionelle Grünkohl-Essen am 5. November. Kulinarisch wurde die Senioren-Truppe wie gewohnt mit belegten Brötchen, Kaffee und frischem Butterkuchen verwöhnt.

 

Medem-Idylle und das unheimliche Moor

49 "Oldies" vergnügen sich zwischen Otterndorf und Ihlienworth

Von Jens Burmester

Am 13. August 1961 ließ die damalige DDR-Führung die Berliner Mauer zementieren. An diesem 13. August, allerdings 53 Jahre später, starteten 49 "Oldies" der Senioren-Freizeit-Abteilung zu ihrer vorletzten Tagesfahrt 2014. Von diesem dunklen Kapitel deutsch-deutscher Geschichte ließen sich die Senioren nicht entmutigen, vielmehr freuten sie sich auf den 13. August 2014, einem warmen Tag, bei angenehmen Temperaturen um 22 Grad Celsius. Das Ziel: Otterndorf, eine rund 7.000 Einwohner zählende Kleinstadt, etwa 17 Kilometer vor Niedersachsens nördlichster Stadt Cuxhaven gelegen mit anschließender Schifffahrt.

Die Chronologie dieser Reise:

Wie immer meint es Petrus mit den Senioren gut. Egal welche Fahrt, das Wetter stimmt. Und so soll´s auch sein. Mit dem Betzendorfer Busunternehmen Jens Heuer geht es um 7.33 Uhr los. Was bis dahin keiner auf der Uhr hat: Diese Fahrt dauert rund 14 Stunden, das ist auch die Ausnahme wie Fritz Juschkus vom Organisations-Team verkündet. Dafür werden die "Oldies" mit einem erlebnisreichen Ausflug und Grand-Wetter entschädigt. Kein Murren in den Busreihen, im Gegenteil: Applaus für Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk, dass sie wieder einmal einen Tagestrip auf die Beine gestellt haben, der sich wahrlich sehen lassen kann. Klaus Witte, ein erfahrener, geschätzter und umsichtiger Busfahrer, der jetzt etwa zwei Jahre für die Senioren-Freizeit-Abteilung den Reisebus sicher durch die Lande steuert, begrüßt die Gäste an Bord. Mit dabei seine Frau Annegret, die für den Bordservice zuständig ist und beim Zwischenstopp in Neukloster-Hedendorf die Touristen mit frischem Kaffee und anderen Getränken versorgt. Nach dem "Auftanken" fahren wir weiter auf der B 73, schwenken kurz auf die A 26 bis Stade-Süd und folgen wiederum den Hinweistafeln auf der B 73. Um 10.25 Uhr erreichen wir das erste Ziel: Das Nordseebad Otterndorf.

Dort beginnt die gut zweieinviertel Stunde dauernde Schifffstour nach Ihlienworth. Um 10.35 Uhr heißt es: "Leinen los". Über die Medem, einem 16 Kilometer langen Fluss, der bei Otterndorf in die Elbe mündet, fährt das 18 Meter lange und rund fünf Meter breite Passagierschiff MS "Onkel Heinz" durch 70 Flusswindungen. Sicher steuert Kapitän Jörg Hagenah das 27 Jahre alte Wasserfahrzeug durch die malerische und idyllische Medem-Landschaft. Dabei begleiten uns einige Kraniche, die am Ufer Ausschau nach Beute halten. Entweder unter oder auf dem Schiffsdeck lassen die LSVer ihre Seele bei Flüssigem baumeln und genießen das Ambiente. Gegen 12.45 Uhr dann "Land in Sicht". Am Ihlienworther Schöpfwerk, das 1928 / 29 erbaut wurde und rund 20.000 Liter Wasser pro Sekunde befördert, legen wir nur wenige Meter davon entfernt an. Dort endet die romantische Medemfahrt. Ihlienworth ist erreicht, ein 1.300 Einwohner zählender Ferienort zwischen Otterndorf und Bad Bederkesa macht auf sich aufmerksam: 875 Jahre Gemeindejubiläum. Die Dorfbewohner haben ihre Häuser und Grundstücke für das große Fest herausgeputzt.

Ungläubig schauen wir uns an, als es heißt: Wir fahren mit der Straßenbahn. Ein Scherz ? Der "Fliegende Sietländer", eine Oldtimer-Straßenbahn, gezogen von einem Traktor, die vor mehr als 40 Jahren in Bremerhaven unterwegs war, bringt die "Oldies" zu "Rüschs Sommergarten", einem Restaurant, wo der Chef Peter-Wilhelm Rüsch noch selber kocht. Und das ist ihm mit Bravour gelungen. Eine leckere Filetpfanne mit Erbsen, Möhrchen, Bratkartoffeln und Pilzen und als Nachtisch Vanillepudding mit Himbeeren wird uns serviert. Und allen hat es gemundet.

Gut gestärkt fahren wir dann um 14.30 Uhr in die Nähe des rund zehn Kilometer entfernten Dorfes Wanna im Niederelbegebiet. Dort liegt zwischen Cuxhaven und Bremerhaven das 4.000 Hektar große Ahlenmoor. Es ist das größte Hochmoor im Landkreis Cuxhaven und zählt zu den größten Mooren Niedersachsens. Mit der 2005 in Betrieb genommenen Moorbahn gehen wir auf die 5,7 Kilometer lange Strecke bei sechs Kilometer pro Stunde und fahren vier Haltepunkte an. Unter fachkundiger Führung durch Karl-Heinz Schacht, der nicht nur die kleine Diesellok der Moorbahn steuert, erfahren wir Wissenswertes um den Lebensraum Hochmoor. Dabei hat Schacht auch einige kleine Döntjes auf Lager, insbesondere diesen: "Siehst du eine Hand dort winken, dann laß sie einfach sinken". Der versierte Moorführer erklärt auch eindrucksvoll die Entstehung eines Moores und macht deutlich: "Was das Moor einmal nimmt, gibt es schlecht wieder her." Ein kleiner Blick in die Historie des Ahlenmoores: Durch Besiedelung, Torfabbau und Trockenlegung wurde das Moor im 20. Jahrhundert stark in Mitleidenschaft gezogen. Heute befinden sich im Ahlenmoor noch naturnahe Hochmoorreste, Tiere wie die Schlingnatter oder die giftige bis zu 90 Zentimeter lange Kreuzotter, die unvermittelt live während der Moorfahrt kurz zu sehen war, Kraniche, Birkhühner oder der Moorfrosch haben hier ihr Zuhause. Zu ihnen gesellen sich in der Pflanzenwelt Heidekraut, Pfeifen- und Wollgras, Seggen, Binsen, Blaubeere oder die Moorbirke.

Nach dieser wunderschönen Fahrt durch das unheimliche Moor nehmen wir gegen 17.30 Uhr Abschied von Ihlienworth, Ahlenmoor und dem Landkreis Cuxhaven. Es geht nach Hause, doch nicht in einem Rutsch. Wie gewohnt und traditionell darf eines nicht fehlen: Die Siebersche Sause steht an, diesmal auf dem Rastplatz "Goldbach-Süd" an der A 27 bei Langwedel. Noch einmal werden alkohol- und alkohlfreie Getränke ausgegeben und als kleinen Imbiß belegte Brötchen gereicht.

Endlich ist es geschafft: Um 21.25 Uhr erreicht unser Bus das Vereinsheim der Lüneburger SV. Ein erlebnisreicher Tag findet ein schönes Ende, die "Oldies" sind ein wenig ausgepowert, doch die Erinnerung überwiegt. Allen hat es prima gefallen.

 

Spieleparadies fand prima Anklang

Traditionelles Sommerfest beliebt wie eh und je

jb Lüneburg. Donnergrollen und teils heftiger Regen waren die Begleiter des Sommerfestes unserer treuen Senioren-Gemeinschaft (9. Juli 2014). Doch Gott sei Dank prasselte das Wetter an allen 50 "Oldies" ab, saßen sie doch im trockenen Versammlungsraum und vergnügten sich bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen. Kurzerhand hat das Organisations-Team mit Marlies Gienke, Fritz Juschkus und Manfred Schwenk das Spieleparadies ins Vereinsheim verlegt, und jeder machte mit. So gab es ein Glücksrad, des weiteren wurde mit einem Schaumstoffwürfel die höchste Zahl ermittelt, beim sogenannten Zielwurf am Boden galt es, ebenfalls eine hohe Zahl zu treffen, und bei Bärbel Banse konnte ordentlich geknobelt werden.

Besondere Aufmerksamkeit gelang Marlies Gienke und LSV-Urgestein Otto Frahm. Das Duo glänzte diesmal mit einer "lustigen Tombola". So klapperten die Zwei Wochen zuvor einige Lüneburger Geschäfte ab und kauften gnadenlos ein. "Wer hat die Losnummer 20 ?" fragte Otto Frahm. Die Antwort kam prompt. Frahm beglückwünschte den Gewinner mit einer Fahrt im Heißluftballon. Großes Staunen, was da wohl aus dem Karton mit den wahrlich "lustigen" Preisen zu Tage tritt. Marlies Gienke holte einen roten Luftballon hervor, zwar kleiner als ein Heißluftballon, aber die Lacher hatte das Duo auf ihrer Seite. Und so ging´s fröhlich weiter. Eine prima Idee, die gut ankam.

Die fröhliche Gesellschaft war wieder in bester Stimmung, und so wurde auch gleich die Werbetrommel für die beiden nächsten Ausflüge am 13. August in den Landkreis Cuxhaven und am 17. September nach Glückstadt gerührt. Und eifrig trugen sich die Senioren in die Teilnehmerliste ein.

 

Ferienglück in Ziegenrück

51 Senioren auf Fünf-Tages-Fahrt in Thüringen

Von Fritz Juschkus

Der Osten Deutschlands hat viel zu bieten, für Touristen immer eine Reise wert. So starteten auch 51 Senioren zu ihrer Fünf-Tages-Fahrt nach Thüringen (2. bis 6. Juni 2014). "Ferienglück in Ziegenrück" - mit diesem Motto hatte uns Michael Marx, der erste Diener des Hauses, in sein Hotel gelockt, und die Oldies waren von der Ankunft bis zur Abreise hellauf begeistert. Wo waren wir denn nun ? Klar, in Deutschlands fünfkleinster Stadt: Ziegenrück (720 Einwohner) im Bundesland Thüringen, direkt an der Saale und am Thüringer Meer gelegen.

Die LSV-Touristen genossen die ruhigen und sauberen Zimmer, das umfangreiche Frühstücksbuffet im Schlosskeller und das immer ausgezeichnete Vier-Gänge-Menü am Abend, bei dem vier Hauptgerichte zur Auswahl standen. Da war der "Futtertrog" natürlich fest in LSV-Hand. Allen hat es prima gemundet. Ein Dank geht auch an den exzellenten gastronomischen Service.

An den drei Tagen wurde unter fachkundiger Leitung der Reiseleiterin Anita Nitsch die herrliche Umgebung erkundet. Am ersten Tag besuchten wir das Deutsch-Deutsche Museum im damals zweigeteilten Dorf Mödlareuth, ein Ort mit knapp 50 Einwohnern, deren innerdeutsche Grenze 41 Jahre lang durch das Dorf verlief. Unvorstellbar, wie die damalige DDR mit ihren Bürgern umging. Eine Mittagspause legten wir dann in Plauen mit der Besichtigung des Spitzenmuseums ein - nicht nur etwas für Frauen. Der Ausflug endete in der Knappmühle in Linda. Dort servierte uns eine junge Müllerin Kaffee und Kuchen und brachte uns mit Geschichten und Musik das Mühlenwesen nahe.

Der nächste Tag führte die LSV-Touristen nach Saalfeld, eine rund 25.000 Einwohner zählende Kleinstadt im Südosten Thüringens. Die Feengrotten sind ein ehemaliges Bergwerk am Rande des Thüringer Schiefergebirges. Berühmt sind die Feengrotten vor allem für ihre farbigen Tropfsteine. Die Fußkranken konnten sich die Höhlenformationen im Grottoneum als Film ansehen. Nach der Mittagspause in Saalfeld (Saale) schloss sich eine einstündige Schifffahrt auf der Bleilochtalsperre an. Mit ihren 215 Millionen Kubikmeter Stauinhalt ist sie die größte Talsperre Deutschlands. Sie wird im oberen Saalelauf zusammen mit anderen Talsperren betrieben. Nach dem Abendessen sorgte ein Alleinunterhalter für ausgelassene Stimmung.

Tagsdrauf standen wir an der Talstation der Oberweißenbacher Bergbahn. Es müssen auf einer Länge von ca. 1.390 Metern immerhin 323 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Das wird mit einer Steigung zwischen 23,92 bis 25 Prozent bewältigt. Mit Hilfe einer Bühne wurden normale Eisenbahnwagen geschultert und fast waagerecht zu Berg und Tal gebracht. Um Energie zu sparen, fahren immer zwei Einheiten im Gegentakt, eine bergauf, die andere bergab. In der Mitte gibt es eine sogenannte Ausweichstelle. So werden fast 40 Tonnen in etwa 18 Minuten von einer Station zur anderen bewegt.

Weiter ging es nach Neuhaus am Rennweg in die Glasmanufaktur Greiner. Dort erhaschten wir einen wunderschönen Blick in die Arbeit eines Glasbläsers. Sehenswert auch die ganzjährige Weihnachtsausstellung. Zum Abschluß gab es eine Führung in die Prozellanmanufaktur Wagner & Apelt in Lippelsdorf. Den männlichen Kameraden hatte es vor allem die alte Dampfmaschine angetan (Wat is´ne Dampfmaschin ?). Am Abend unterhielten uns unsere 3 Fidelen (Christian Gern, Jürgen Kubisch und Peter Schlüter) mit neu einstudierten Liedern. Da wurde kräftig mitgesungen.

Am Freitag (6. Juni 2014) hieß es dann Abschied nehmen. Ein Abschied, der allen sehr schwer fiel, weil Hotel und Landschaft einfach toll waren. Ein Wermutstropfen: Unsere Annegret mussten wir im Krankenhaus Saalfeld zurücklassen. Auf dem Heimweg gab es noch einen Vortrag bei Kaffee und Keksen in der Keksfabrik Griesson in Kahla, verbunden mit einem großen Einkauf. Letzter Programmpunkt war ein gemeinsames Mittagessen. Das Itschenkrug-Team öffnete uns ein leckeres, deftiges Bauernbuffet. Am späten Nachmittag erreichten wir Lüneburg. Gleichzeitig möchten wir uns bei Busfahrer Klaus bedanken, der uns sicher durch enge Gassen, schmale Landstraßen und fast unpassierbaren Brücken kutschierte.

Alle waren sich einig: Wann gibt es wieder Ferienglück in Ziegenrück ?