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Im Harz an Härte gewinnen

Von Torsten Heitmann

Kurz bevor die Wettkampfphase auf der Straße beginnt, hieß es noch einmal den inneren Schweinehund besiegen. Und da so ein Hund jede Menge Bewegung braucht, ging es für Torsten Heitmann ins Kurzzeit-Trainingslager nach Ilsenburg am nördlichen Harzrand. Drei Tage mit jeweils einer Rennrad- und einer Laufrunde. Die Bilanz: 130 gefahrene und gelaufene Kilometer. Gesellschaft gabs am dritten Tag durch Trainer und Trainingspartner Dennis Lauterschlag. Ziel der "gemütlichen" Radrunde: Schierke. Der kleine Ort am Brockenfuß ist aufgrund der wenig befahrenen Strecke von Wernigerode aus sehr gut mit dem Rad erreichbar und den LSV-Athleten durch die bisherigen Advents-Trainingslager gut bekannt.

Die Laufrunde am Nachmittag führte dann über 4,5 km bei durchschnittlich zehn Prozent Steigung auf das Plateau rund um die Eckertalsperre und von dort nach flachen Runden wieder zurück ins Tal. Ein guter Blick auf die höchste Erhebung des Harzes, dem Brocken (1.142 m), war dann die Belohnung. Bergab wurde noch einmal richtig Fahrt aufgenommen (inkl. eines kleinen Wettrennens mit kläffendem Verfolger - da war er also: Der Schweinehund ...).

Nach dem abschließenden Saunagang waren sich Heitmann und Lauterschlag einig: Der Ort verdient einen weiteren Besuch durch die LSV. Dann aber in großer Runde.

 

Lauf-Comeback des Michi Thoms

Von Michael Thoms

Ein erfolgreiches Lauf-Comeback feierte Michael "Michi" Thoms bei der 26. Auflage des Wittenburger Mühlenlaufes (2. März 2014).

Nach mehr als einem halben Jahr Pause ging es wieder einmal für ihn auf die Wettkampfstrecke über die 5-km-Distanz, genauer gesagt auf die 4,85 km. Er absolvierte bei bestem Laufwetter die Strecke in ordentlichen 17:18 Minuten und wurde damit Gesamtdritter.

Glücklicher Läufer: Michael Thoms. Foto: nh

(Quelle: Landeszeitung - Ausgabe vom 18. März 2014)

 

Marie Trenkel - viertschnellste Frau in Niedersachsen

Deutsche Meisterschaften im Crosslauf - LSV-Teams hautnah dabei

Von Dennis Lauterschlag

Löningen / Lüneburg. Nach mehreren Krankheiten und Verletzungen lieferte Marie Trenkel bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf im emsländischen Löningen eine klasse Leistung ab (8. März 2014). In der Altersklasse U 23 zeigte sie abermals, dass sie zu den Top 30-Läuferinnen in Deutschland gehört und belegte einen sehr guten 24. Rang. Besonders bemerkenswert war, dass sie mit einer Zeit von 25:56 Minuten (6,18 km) die viertschnellste Frau in Niedersachsen war. Ihr folgten Lisa Zacharias (U 23 | 29. | 28:58 Min.) und Madeleine Ulbrich (Frauen Hauptklasse | 34. | 30:03 Min.). Im Team bedeutete dies einen sehr guten 14. Platz von allen Frauenmannschaften.

Bei den Herren gingen Torsten Heitmann, Gerrit Kröger und Jannik Schütt an den Start. Die Männer mussten sieben Runden mit einer Gesamtlänge von 10,28 km bewältigen. Mit Endzeiten von 38:52 Minuten für Heitmann, 39:30 Minuten für Kröger und 39:41 Minuten für Schütt gelang es im Team auf einen sensationellen 12. Rang zu landen.

In der U 18 lief der ehemalige LSVer Jurek Odenbach (jetzt VfL Marzahn Berlin) ein starkes Rennen. Er wurde mit einer sehr starken Zeit von 14:52 Minuten (4,36 km) Siebzehnter, ihm fehlten nur 46 Sekunden auf Platz eins.

(Quelle: Landeszeitung - Ausgabe vom 20. Januar 2014)

Ein Video zum Artikel "Milder Winter freut Läufer": Einfach auf die untere Zeile klicken.

Video: www.LZplay.de

 

85 Runden für den guten Zweck

Von Michael Thoms

Am dritten Adventswochenende (14. / 15. Dezember 2013) rief das Lauftherapiezentrum Heide (LHH) und der Lauftreff Amelinghausen zum 24-Stunden-"Spendenmarathon" in Lüneburgs Innenstadt auf. Nutznießer der tollen Aktion war die Kindernothilfe, die nach dem verheerenden Taifun im Oktober auf den Philippinen den dort notleidenden Kindern helfen wollte. Am 15. Dezember ging Michael Thoms an den Start und absolvierte stolze 85 Runden. Die von ihm erlaufenen 65 Kilometer brachten dann auch dank Unterstützung seiner Sponsoren 125 Euro in die Spendenkasse.

Ganz nebenbei bedeuteten seine erlaufenen Runden die zweithöchste Tageskilometerzahl und wurde nur noch vom "Dauerrenner" Carsten Horn (VfL Suderburg) getopt.

Michael Thoms (l.) und Carsten Horn laufen ihre Runden. Foto: tamme

 

Trotz Wanderkarte ging´s ins "Jenseits"

Trainingslager im Harz kam bei 20 Aktiven prima an

Von Lisa Zacharias

Hohegeiß / Lüneburg. 2010 hieß das Ziel: Schierke am Brocken, drei Jahre später wurde als Trainingslager der Erholungsort Hohegeiß, ein Stadtteil von Braunlage mit etwa 1.000 Einwohnern, ausgewählt. Zwanzig Läufer(innen) unserer Abteilung freuten sich auf den Harz und reisten mit dem Vereinsbus in das malerisch gelegene Dorf im Landkreis Goslar (20. bis 22. Dezember 2013).

Doch bevor der Startschuß auf die 177 km lange Strecke von Lüneburg nach Hohegeiß erfolgte, ließen wir nochmal unsere ganze überschüssige Energie beim Eislaufen im "Walter-Maack"-Eisstadion in Adendorf aus. Mit vollem Magen und einer Menge an Süßigkeiten und anderen Nahrungsmitteln an Bord, fuhren wir dann gen Harz. Angekommen bezogen wir die Zimmer in einer äußerst komfortablen Jugendherberge mit kleiner Sporthalle, Schwimmbad und Sauna. Von dort machten wir uns auf in die Sporthalle. Eineinhalb Stunden Training mit Staffelspielen, Schnelligkeits- und Geschicklichkeitsübungen stand auf dem Programm, da kam so mancher leicht ins Schwitzen. Frisch geduscht und gut gelaunt ließen wir den Abend dann ausklingen.

Am nächsten Tag gab´s bereits um acht Uhr ein ausgiebiges Frühstück. Der eigentliche Plan, mit Skiern die Gegend "unsicher" zu machen, ging leider nicht auf. Der Harz zeigte sich grün statt weiß. Doch Trainer Dennis Lauterschlag war bestens vorbereitet und hatte sich etwas Feines ausgedacht. In vier Gruppen sollten wir mit einer Wanderkarte ausgestattet, eine ca. 22 km lange Strecke laufen. Es sollte vier Stationen im Abstand von etwa vier Kilometern geben, die je eine weitere sportliche Übung wie beispielsweise Sprints, eine Huckepack-Staffel oder Seilspringen beinhaltete, aber auch Fragen, die das Allgemeinwissen teilweise schwer auf die Probe stellten. Bei guter Ausführung konnte man ein paar Extrasekunden erlangen, die einem im Nachherein gutgeschrieben wurden. Das Team mit der schnellsten Zeit würde gewinnen. In der Theorie alles schön und gut, doch die Praxis sah anders aus. Und so hatte sich jede der vier Gruppen so richtig verlaufen. Nachdem Gruppe eins dann langsam entnervt auf Gruppe drei stieß, die 20 Minuten später gestartet war, wurde die erste Station gemeinsam gesucht und letztendlich auch mit 50 Minuten Verspätung und einigen überzähligen Kilometern erreicht. Auf der eigentlichen Rundstrecke angekommen - es sollten zweimal ca. acht Kilometer gelaufen werden - lief jede Gruppe wieder ihre Wege - und es ging ins "Jenseits" oder anders ausgedrückt: Man verlief sich erneut. Zum Schluß wurde das Ganze abgekürzt, und die letzte Runde musste auch nicht zu Ende gelaufen werden. Einige Aktive stießen dabei an ihre körperlichen Grenzen, zumal es noch ziemlich kalt und windig war und somit aufgaben. Eine Gruppe war sogar völlig verschwunden, tauchte aber wohlbehalten - wie alle anderen Gruppen auch - pünktlich zum Mittagessen wieder auf. Anschließend benötigten wir eine ausgiebige Pause. Mir hat´s persönlich richtig Spaß gemacht.

Da wir nun mal Sportler sind, konnten wir natürlich nicht für den Rest des Tages faulenzen und die schweren Beine hochlegen. In der Abenddämmerung machten wir uns gemeinsam auf und erkundeten die Gegend. Und da wir auch keine langweiligen Sportler sind, ging es kreuz und quer bergauf und bergab über die schneefreien Skipisten. Die beim Spaziergang neu getankte Kraft konnten wir dann anschließend bei einer weiteren Trainingseinheit im Schwimmbad verwenden. Tatsächlich war es nach dem langen Lauf am Vormittag sehr angenehm, sich noch einmal im Wasser zu bewegen. Noch angenehmer war der Saunagang. Später versammelten sich alle in einem Zimmer und genossen den letzten Abend bzw. die Nacht.

Einige Tapfere liefen am Sonntagmorgen noch vor dem Frühstück eine lockere 5-km-Strecke, die gar nicht so locker gewesen sein soll. Nach dem Frühstück ging es zur letzten Trainingseinheit in die Sporthalle. Es begann mit Kraftübungen, die an verschiedenen Stationen durchgeführt wurden, außerdem wurde noch geprüft, wer die kräftigsten Oberschenkel hatte. Es waren Viktoria-Louise Tietz und Katrin Kohnert.

Danach: Mittagessen, Koffer packen, Zimmer ausräumen und schon ging´s heimwärts. Bevor die Fahrt Richtung Lüneburg begann, statteten wir dem Spaß- und Erlebnisbad Bad Sachsa einen Besuch ab. Dort konnten wir in diversen Whirlpools uns ordentlich erholen. Wer immer noch nicht genug Action hatte, der nutzte die Wasserrutsche oder drehte im Schwimmbecken seine Runden.

(Quelle: Landeszeitung - Ausgabe vom 28. November 2013)