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Mit dem Velo sicher durch den Verkehr

Fahrradfahren für Migrantinnen - Mitfinanzierung aus Mitteln des Verfügungsfonds Kaltenmoor

 

Den "Fahrrad-Führerschein" in der Tasche

Projekt "Fahrradfahren für Migrantinnen" ein voller Erfolg - 2. Projekt für 2011 geplant

jb Lüneburg. Sieben Wochen haben sie durchgehalten. Die Begeisterung an dem Projekt "Fahrradfahren für Migrantinnen" war bei den Teilnehmerinnen enorm. Alle hatten viel Spaß und zeigten sich interessiert. "Besonders die Offenheit gegenüber der Zielgruppe war unter anderem ein fördernder Faktor", betonte Christine Ullmann, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt und des Landkreises Lüneburg und "das Ziel, die Mobilität der Frauen zu verbessern ist uns gelungen", so Ullmann weiter.

Alle zehn Frauen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren bestanden die theoretische als auch praktische Prüfung. Und mit Stolz nahmen alle ihren "Fahrrad-Führerschein" plus Urkunde aus den Händen von Polizeioberkommissar Uwe Schröder von der Polizeiinspektion Lüneburg (Prävention) freudestrahlend entgegen. Beifall für die Teilnehmerinnen gab´s bei dieser Abschlußzeremonie im LSV-Klubheim, an der nicht nur die Initiatoren, sondern auch elf freiwillige Helfer teilnahmen. Sie fungierten als Streckenposten bei der praktischen Prüfung im Realverkehr in einigen Straßen Kaltenmoors und nahmen jede der zehn Radfahrerinnen "kritisch" unter die Lupe.

In einer kleinen Feierstunde wurden Kaffee, selbstgebackener Kuchen und gekühlte Getränke vom LSV-Vereinswirt Jürgen Obrecht serviert.

In einem waren sich die Initiatoren Tanja Geilert, Christine Ullmann, Uwe Schröder und LSV-Integrationsbeauftragter Jens Burmester bereits einig: Das zweite Projekt wird für 2011 geplant. Denn schon jetzt liegen etwa fünf Neuanmeldungen vor. Die Euphorie der "Projekt-Macher" kennt also keine Grenzen. Und die Neulinge können es kaum erwarten. Bis dahin heißt es: In der Ruhe liegt die Kraft.

siehe auch Artikel "Mit dem Velo sicher durch den Verkehr" (nachfolgend)

jb Lüneburg. Nach eineinhalb Jahren Planungszeit startete die Lüneburger SV jetzt im Rahmen ihrer seit 12 Jahren laufenden Arbeit im Bundesprogramm „Integration durch Sport“ mit einem neuen Projekt: Fahrradfahren für Migrantinnen. In Zusammenarbeit mit der Awo Kaltenmoor (Migrationsdienst), Polizeiinspektion Lüneburg, Gleichstellungsbeauftragte für Hansestadt und Landkreis Lüneburg, der Hauptschule Kaltenmoor und dem Quartiersmanagement Soziale Stadt Kaltenmoor wird das Seminar bis 11. Mai laufen. Bisher haben sich acht Interessentinnen für diese Aktion angemeldet.

„In dem Projekt sollen Frauen vorrangig im Alter von 25 bis 60 Jahren das Radfahren sicher erlernen oder ihr bisheriges Können, soweit vorhanden, festigen“, betont Sozialpädagogin Tanja Geilert von der Awo Kaltenmoor. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich sicher mit dem Fahrrad im Straßenverkehr bewegen zu können. Darüber hinaus können sie zukünftig auch ihre Kinder besser beim Erlernen des Fahrradfahrens unterstützen.

„Ziel ist es, die Mobilität der Teilnehmerinnen zu verbessern. Dazu gehört unter anderem die Freizeit anders zu gestalten oder auch preiswert den Arbeitsplatz zu erreichen“, macht die Gleichstellungsbeauftragte von Hansestadt und Landkreis Lüneburg Christine Ullmann deutlich. „Schließlich möchten wir es schaffen, die Migrantinnen auch am Vereinsleben zu beteiligen“, erklärt LSV-Integrationsbeauftragter Jens Burmester.

Das Projekt wird aus Mitteln des Verfügungsfonds Kaltenmoor der Hansestadt Lüneburg und des Landessportbundes Niedersachsen mitfinanziert.

Zunächst werden die Erwachsenen theoretisch geschult, ihnen wird das Einmaleins „Verhalten der Verkehrsteilnehmerinnen als Radfahrerinnen im Straßenverkehr“ vermittelt, und zwar am Dienstag, 30. März, 6. April und 27. April, jeweils von 14 bis 16 Uhr im LSV-Vereinsheim (Schützenstr. 31 / Nähe Freibad Hagen). Polizeioberkommissar Uwe Schröder von der Polizeiinspektion Lüneburg schult alle Teilnehmerinnen und erklärt zudem die Bauelemente und Funktionalität eines Velos.

Erstmals stehen mit dem Fahrrad die ersten Fahrübungen auf dem Programm: Treffpunkt ist am Sonnabend, 10. und 17. April, jeweils von 10 bis 12 Uhr auf dem Schulhof Kaltenmoor.

Der 4. Mai soll für alle Teilnehmerinnen dann richtig spannend werden. Auf den Sülzwiesen ist ein Fahrrad-Parcour aufgebaut. Dort wird auf einem abgesperrten Übungsplatz das Radfahren im Straßenverkehr mit Ampel, verschiedenen Verkehrszeichen und Verkehrssituationen geübt, bevor am 11. Mai die Abschlusszeremonie folgt. Dann nämlich absolvieren die Erwachsenen auf einem festgelegten Rundkurs in einigen Straßen Kaltenmoors von 14 bis 16 Uhr im Realverkehr die praktische Prüfung mit anschließender Ehrung und Überraschung.

Weitere Informationen und Anmeldungen zum Fahrrad-Projekt erteilt Sozialpädagogin Tanja Geilert (Awo Kaltenmoor, Migrationsdienst) unter Tel. 0 41 31 / 40 900 12.

Durch das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ ist der Verein nach einer Verschnaufpause 2007 und 2008 seit 2009 und auch 2010 wieder Stützpunktverein. Voraussetzungen für den anerkannten Stützpunktverein LSV sind: In den Sportgruppen bewegen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, die Trainingssprache ist deutsch, das integrative Angebot wird weiterentwickelt, es wird sich an den Wünschen der Zielgruppe orientiert oder der Verein arbeitet im Netzwerk (z. B. Hansestadt Lüneburg, Awo Kaltenmoor, Bürgertreff Kaltenmoor, Schulen, Kindergärten in Kaltenmoor usw.).

Das Bundesprogramm „Integration durch durch Sport“ feierte 2009 20 Jahre. Der Startschuß fiel 1989 mit dem Projekt „Sport mit Aussiedlern“, dem 2001 die Projekte „Sport mit Aussiedlern“ und „Sport gegen Gewalt“ folgten. Während die Zielgruppen des zweiten Projektes Aussiedler, Ausländer und sozial benachteiligte einheimische Jugendliche sind, zielt das seit 2002 bestehende Programm „Integration durch Sport“ auf Aussiedler und weitere Zuwanderer sowie Menschen in deren sozialen Umfeld.

 

53 Stützpunktvereine in Niedersachsen

2009: 20 Jahre Bundesprogramm "Integration durch Sport"

jb Hannover / Lüneburg. Das Bundesprogramm "Integration durch Sport" feiert 20 Jahre (2009). Der Startschuß fiel 1989 mit dem Projekt "Sport mit Aussiedlern", dem 2001 das Projekt "Sport gegen Gewalt" folgte. Während die Zielgruppen des zweiten Projektes Aussiedler, Ausländer und sozial benachteiligte einheimische Jugendliche sind, zielt das seit 2002 bestehende Programm "Integration durch Sport" auf Aussiedler und weitere Zuwanderer sowie Menschen in deren sozialen Umfeld.

Die Zielgruppe seit 2007 sind inzwischen auch Menschen mit Migrationshintergrund und dauerhafter Aufenthaltsperspektive. Ziel ist die Integration im und durch den organisierten Sport.

Auf Einladung des Landessportbundes (LSB) fand eine Informationsveranstaltung für neue Stützpunktvereine und Stützpunktvereine mit besonderem Bedarf am Sonnabend, 31. Januar 2009, in der Akademie des Sports beim LSB in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. 30 Teilnehmer aus 15 Vereinen, darunter die Lüneburger SV, waren vertreten und ließen sich vom Moderatoren-Trio Jennifer Osthus (Landeskoordinatorin "Integration durch Sport" beim LSB), Faris Jens Jumah und Hans Grote (Regionalkoordinatoren "Integration durch Sport" beim LSB) unter anderem über das breite Themenfeld "Integration durch Sport", Schwerpunkte der Stützpunktarbeit (Austausch über Ziele, Partner und Wünsche) und die Projektdatenbank "Sport integriert Niedersachsen" informieren. Des weiteren wurde kurz die Sportart "Gorodki" vorgestellt. Gorodki sind fünf Holzklötze, die zu Spielfiguren aufgebaut werden. Die gilt es vom Platz mit dem Wurfstock (Bit genannt) heraus zu schlagen. Das Spielfeld: 22-30 mal 12-15 Meter. Die erste Gorodki-Anlage ist in Deutschland seit Oktober 2001 in Karlsruhe (Baden-Württemberg) in Betrieb.

In Niedersachsen gibt es derzeit 53 Stützpunktvereine. Die Lüneburger SV ist nach einer kurzen Stützpunkt-Verschnaufspause (Günter Dammann, der Ex-LSV-Vize, war von 2004 bis 2007 vom LSB eingesetzter Stützpunktleiter in Lüneburg für das Bundesprogramm "Integration durch Sport") seit 2009 wieder mit im Boot.

Weitere Informationen gibt es unter den folgenden Internet-Adressen:

www.integration-durch-sport.de

www.sport-integriert-niedersachsen.de