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Sebastian Paepke führt Regie

American Footballer verlassen zum Jahresende die LSV

Von Jens Burmester

Lüneburg. Mit Sebastian Paepke hat der inzwischen sechste Vorsitzende der Lüneburger SV (LSV) seit Gründung des Vereins vor 48 Jahren aus der Fusion Freie Sportvereinigung Lüneburg (FSL) und Hagener SV (HSV) seine Arbeit aufgenommen. Der 42-jährige Rechtsanwalt aus Lüneburg trat auf der harmonisch verlaufenen Jahreshauptversammlung (26. April 2019) die Nachfolge seines Berufskollegen Ralf Pagels an, der zehn Jahre den Klub an der Nahtstelle der beiden Stadtteile Neu Hagen und Kaltenmoor führte. Paepke wurde bei drei Enthaltungen gewählt.

Der neue Vereinschef wird mit voller Kraft daran arbeiten, dass die LSV weiter wächst und ihren Platz als integraler Bestandteil der Lüneburger Sportvereinslandschaft hält und ausbaut. "Ich möchte in enger Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskollegen immer ein offenes Ohr für alle Abteilungen und jedes Mitglied haben. Dabei liegt mir besonders am Herzen, den Gemeinschaftscharakter im Verein zu betonen und spartenübergreifende Veranstaltungen und Aktivitäten zu fördern. Denn ein Verein lebt vom Miteinander seiner einzelnen Mitglieder und darauf lege ich den Focus", macht Sebastian Paepke, der als Kind aktiver Leichtathlet und später leidenschaftlicher Basketballspieler war, in seiner Antrittsrede deutlich.

Der Neue lebt 17 Jahre mit seiner Frau Ines und dem achtjährigen Sohn Cornelius in der alten Salzstadt Lüneburg und gehört seit knapp zwei Jahren der Schwimmabteilung mit seinem Sprößling an und wird darauf hinwirken, dass der Ausbau der Laufbahn auf dem Vereinsgelände zu einer genormten 400-Meter-Bahn umgesetzt wird. Diesem versetzte allerdings Oberbürgermeister Ulrich Mädge den 54 anwesenden Delegierten aber einen herben Dämpfer. Die Komplett-Erneuerung schlage nach jüngsten Berechnungen mit rund 500.000 Euro zu Buche.

In seinem letzten Jahresbericht im 106. Jahr der Vereinsgeschichte freute sich Ralf Pagels über die vollständige Entschuldung des Vereins. "Es ist uns sogar gelungen, beachtliche Rücklagen zu bilden für den Fall der Fälle", so der scheidende Vorsitzende. "Jeder soll selbst seine Ziele definieren, was er erreichen will. Und das Wichtigste ist, Spaß am Sport und Freude an der Gemeinschaft", betonte Ralf Pagels. Des weiteren machte er deutlich, dass die American Footballer den Verein nach sechs Jahren zum Jahresende verlassen. Wenn am 19. Mai die Teilnehmer des CoinsClub Lüneburg auf ihrer Mitgliederversammlung grünes Licht geben, steht der neuen Abteilung "Pokern" in der LSV nichts mehr im Wege. Nach wie vor bereitet der Jugendfußball Sorgen. Dieser dümpelt momentan so vor sich hin. Daher sei der Ausbau der Spielgemeinschaft mit dem SC Lüneburg (JSG Lüneburg) dringend erforderlich.

Die silberne Ehrennadel für 15-jährige Vereinstreue wurde Carsten Klinge bereits am 21. März beim letzten Tischtennis-Punktspiel überreicht, da er an der Jahreshauptversammlung aus privaten Gründen nicht teilnehmen konnte. Für 25 Jahre Mitgliedschaft bekam Iwan Witenbek (Fußballabteilung) die goldene Ehrennadel und Urkunde. Ehrenurkunden für 65-jährige Klubmitgliedschaft erhielten Uwe Laczka und Vereins-Ehrenvorsitzender Manfred Schestak. Horst Gienke, der für 70 Jahre Zugehörigkeit geehrt werden sollte, konnte aus gesundheitlichen Gründen an der Versammlung nicht teilnehmen. Die silberne Ehrennadel des Deutschen Leichtathletikverbandes nahmen Lara Predki und Olga Köppen im Beisein von Laufabteilungsleiter und Trainer Dennis Lauterschlag entgegen.

Der vor acht Jahren gewählte Schatzmeister Dietmar Herres wird für weitere zwei Jahre die Vereinsgeschäfte führen. Danach ist endgültig Schluss. Neuer Beisitzer wurde der ehemalige LSV-Vize Jens Dömeland, als zweiter Kassenprüfer fungiert jetzt Jens Niemann.