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Plätze und Container als Sorgenkinder

Wolfgang Niewerth neuer 2. Vorsitzender - Mitgliedereinbruch im Jugendfußball

Von Jens Burmester

Lüneburg. Das Vereinsjahr 2017 verlief für die Lüneburger SV in recht ruhigen Bahnen. "Sowohl in sportlicher und finanzieller Hinsicht befinden wir uns im ruhigen Fahrwasser", betonte der 1. Vorsitzende Ralf Pagels auf der Jahreshauptversammlung vor 66 stimmberechtigten Mitgliedern (27. April 2018). Konnte der Klub an der Schützenstraße 2017 noch 573 Mitglieder zählen, so waren es Anfang diesen Jahres 99 weniger. "Dieser Verlust resultiert weitestgehend aus dem Jugendfußball-Bereich", machte Pagels deutlich. Doch die LSV steuerte unverzüglich dem Schwund entgegen. Durch die Jugendfußball-Fusion zwischen LSV und SC Lüneburg zur JSG Lüneburg soll Bewegung auf Nachwuchsebene kommen.

Des weiteren bereiten die Plätze Sorgen. Sowohl der B- und C-Platz sind in einem erbärmlichen Zustand. Die Eigenleistung der Mitglieder ist für die Platzpflege recht mau. "Ich erwarte mehr Engagement im Verein", appellierte der Vorsitzende an die Delegierten im Vereinsheim. Auch der Container bereitet Probleme. Die sanitären Anlagen und das Innenleben sind in einem katastrophalen Zustand. "Wir müssen zeitnah den Container auf Vordermann bringen. Klar, dass ist auch mit enormen finanziellen Aufwand verbunden. Da wir derzeit keine Rücklagen bilden können, dennoch schuldenfrei sind, müssen wir andere Geldquellen aufsuchen", betonte der Vereinschef.

In seinem Jahresbericht wies Ralf Pagels, der im kommenden Jahr nach zehn Jahren den Vorsitz abgeben wird und dem allmählich Amtsmüdigkeit anzumerken ist, auf die Auflösung der Abteilung Cheerleading hin. "Diese Gruppe  verhielt sich illloyal gegenüber dem Verein und wechselte zur SVG Lüneburg ohne den Vorstand davon in Kenntnis zu setzen", ärgerte sich der 1. Vorsitzende. Ärgernisse sind weiterhin der Diebstahl des Vereinsbusses Anfang Januar und die Häufigkeit der Einbrüche in das Vereinsheim in den vergangenen 12 Monaten. "Die Regulierung durch die Vollkasko ist nicht das Entscheidende. Die Versicherung wird uns irgendwann kündigen, wenn wir nicht geeignete Maßnahmen ergreifen", sagt der Vereinschef.

Erfreut war Pagels über Olga Köppen. Zum zweiten Mal in der Geschichte der Laufabteilung nach 2013 (Marie Trenkel) ist das Laufwunder Sportlerin des Jahres 2017. Die EM-Vierte über 1.500 Meter (AK W 35) ist Mittelstrecklerin, die im Vorjahr auf zehn Kilometer und im Halbmarathon erfolgreich war. Die gebürtige Kasachin begann erst vor drei Jahren mit dem Laufsport in der Scharnebecker Laufgruppe, bevor sie zur LSV wechselte.

Nach Helmut Schultz, Willi Rieken und Karl Werner, reiht sich Wladimir Chudjakow als Vierter im Bunde in die Liste der Ehrenmitglieder der Lüneburger SV ein. Für 20jährige treue Mitgliedschaft, hervorragender Integrationsarbeit und als Gründungsmitglied der Ringerabteilung sowie Cheftrainer wurde dem 66-Jährigen vom Vorsitzenden Ralf Pagels die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Unermüdlich war Chudjakow seit dem Startschuss der Sparte am 1. Februar 1998 im Einsatz.

Denn Ende April legt er seine Trainertätigkeit in jüngere Hände. Adelina Strauch (18) und Musa Bisultanov (45) werden künftig die Sparte leiten und den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das ABC dieser Kampfsportart lehren.

Petra Weise und Alexander Gauk bekamen die goldene Vereinsnadel und Urkunde für 25 Jahre Vereinstreue, Adeltraud Blum, Steaven Jenner, Jochen Müller und Jörn Rothe nahmen für 15 Jahre Mitgliedschaft die silberne Nadel und Urkunde von Ralf Pagels entgegen.

Neuer 2. Vorsitzender für den nicht wieder kandidierenden Jens Dömeland ist der 45-jährige Hausmeister Wolfgang Niewerth, der seit zehn Jahren der LSV angehört. Er sorgt tagein, tagaus für Ordnung und Sauberkeit auf den Plätzen und ist hervorragender Kenner des größten Lüneburger Stadtteils Kaltenmoor (ca. 10.000 Einwohner) mit besten Kontakten zu den Migranten. Denn etwa 50 Prozent der Klubmitglieder haben ausländische Wurzeln und fühlen sich in der LSV, die an der Nahtstelle der beiden Stadtteile Neu Hagen und Kaltenmoor liegt, recht wohl. Niewerth ist zudem seit kurzem Trainer der U 11-Jugendmannschaft, die unter seiner Regie erfolgreich in der 1. Kreisklasse kickt.

Als neue Sozialwartin fungiert die 46-jährige Petra Weise für den zurückgetretenen Felix Nitsche. Sie leitet seit 25 Jahren die Geschäftsstelle und kennt bestens die Vereinsarbeit. Der Ehrenrat setzt sich jetzt aus Ehrenvorsitzender Manfred Schestak, Rüdiger Burghardt, Steaven Jenner und Hüsamettin Sönmez zusammen. Neuer zweiter Kassenprüfer ist Dennis Lauterschlag. Schriftführer und Pressewart bleibt weiterhin Jens Burmester. Die neuen drei Beisitzer heißen Florian Sonntag, Frank Paketuris und Torsten Bahlinger.